Post Abortion Syndrom

Statt Befreiung beginnt das Leiden

Veröffentlicht am 23 November 2009

Das Geschenk des Lebens erfährt durch den Schwangerschaftsabbruch doppeltes Leid und meistens lange anhaltendes Unglück. Nicht nur das eigene Kind wird verloren – auch die eigene Gesundheit und die eigene seelische Unversehrtheit sind von dieser Entscheidung gravierend betroffen. PAS1 ist noch immer ein Tabuthema in Deutschland: Von dem physischen und psychischen Leid, der seelischen Verzweiflung, zeugen aber fast alle Berichte, die uns durch z.T. berührende Dokumentationen, Zuschriften und Gespräche von jenen Frauen vorliegen, die in dem Schritt des Schwangerschaftsabbruchs die einzige Lösung zur Überwindung ihrer tiefen Verzweiflung und drängenden Not sahen.

Doch wie geht es danach weiter? Stehen nicht jene Frauen mit dieser Entscheidung erst am Anfang ihres Leidens? Wer hilft Ihnen jetzt? Wie geht die betroffene Familie, der Freundeskreis damit um? Auch wenn es niemand erfährt: Wer heilt die physischen und seelischen Schmerzen der betroffenen Frauen? Wer solidarisiert sich mit ihnen und ermutigt sie, darüber zu sprechen, die Not zu erkennen, und auch die Entscheidung zu bereuen um für sich Versöhnung zu finden? Vor allem dann, wenn die eigene Familie den verdrängten und anhaltenden Schmerz mit wahrnimmt, selbst spürt und daran mitleidet, wenn nicht zerbricht?

Wir möchten hier helfen, sie begleiten und auf den Weg der Versöhnung und Heilung durch persönliche Gespräche, verständnisvolle Seelsorge und einer möglichen Therapie hinweisen. Die Folgen eines Schwangerschaftsabbruches sind so vielfältig. Die Auswirkungen übertragen sich mitunter als anthropologische Muster, als Schuldfrage auf die nächste Generation. Davon zeugt z.B. der nachfolgende Beitrag: PAS – schlechte Traditionen weitergeben?

  1. Unter dem Begriff Post-Abortion-Syndrom (PAS), auch als Post-Abortion-Stress (PAS) oder Post-Abortion-Stress-Syndrom (PASS) bezeichnet, werden psychisch-emotionale Symptome als Folge eines Schwangerschaftsabbruchs verstanden. In der Psychologie und der Psychiatrie werden unter PAS alle psychischen Symptome bezeichnet und eingeordnet, die bei sämtlichen in das Abtreibungsgeschehen involvierten Personen – also den Frauen, den betroffenen Vätern, den Ärzten und ihrem medizinischem Personal, aber auch den Beratern – als Folge von Abtreibung auftreten und als traumatisch und außerhalb üblicher menschlicher Erfahrungen bezeichnet werden können. Oft ist der Verdrängungsmechanismus so stark, dass die Folgen erst bis zu zehn Jahre nach dem eigentlichen Vorfall sichtbar werden. []

PAS – schlechte Traditionen weitergeben?

Veröffentlicht am 21 November 2009

Sie sitzt in ihrem Rollstuhl hinter dem Einkaufscenter wie immer, als ich dazukomme und ihr, wie seit drei Tagen, einen Kaffee mitbringe. Die letzte Herbstsonne bemüht sich, das graue Pflaster des großen Parkplatzes zu verschönern, der unsere ‘Aussicht’ ist.

„Haben Sie es sich überlegt, ob Sie mir die Telefonnummer Ihrer Enkelin geben können?“, frage ich sie, während wir unseren heißen Kaffee schlürfen. „Ja, ich möchte sie Ihnen geben, unbedingt, aber ich verstehe immer noch nicht, warum sie nicht auf mich hört, ich habe sie doch gewarnt! Dauernd, immer wieder, seit 1 Woche schon!“ Sie schaut mich verzweifelt an, ihr Blick unterstreicht die dauernde Frage danach, warum die Enkelin nicht hören will. „Verstehen Sie denn das?!“ schiebt sie nochmal nach.

„Ja, ich denke schon, dass ich es verstehe: es ist Rosanne, die entscheidet, was sie hören und was sie glauben will, sie allein entscheidet darüber, ob das Kind abgetrieben wird oder nicht; sie behält die Deutungshoheit über das, was die Oma ihr sagt. Wenn Sie ihr im Gespräch darlegen, warum Sie selbst Ihre Abtreibung bereuen und zeitgleich ausführlich beschreiben, wie sehr ein Kind das Leben verändert, weil es die gesamte Aufmerksamkeit fordert, dann werden Rosannes Ohren nur Letzteres hören wollen und sie wird natürlich den Abtreibungstermin nicht absagen.“

Sie schüttelt verständnislos den Kopf: „Ja, aber ich kann ihr ja nicht nur die schönen Seiten vom Kinderkriegen erzählen, sie muss ja schon wissen, was auf sie zukommt!“ weiter »


Veröffentlicht am 20 November 2009

PAS (Postabortion Syndrom)

das Syndrom (griech.Kw) = Symptomenkomplex = eine Gruppe von zusammengehörenden Symptomen

Wenn Menschen selbst Abtreibungen vornehmen, an sich vornehmen lassen oder sie durch Druck an anderen veranlassen, ist es nur eine Frage der Zeit, wann sie unter dem Postabortionsyndrom leiden.

Sich einer PAS-Therapie zu unterziehen, ist dann der nächste logische Schritt.

Die Spaemann Stiftung hat eine solche Gesprächs-Therapie entwickelt.

Sollten Sie daran interessiert sein, schreiben Sie uns bitte eine mail mit Ihrer Anfrage, wir melden uns umgehend bei Ihnen zurück.

Klienten-Stimmen nach erfolgter PAS-Therapie:

H-H. K. aus H

jahrelang habe ich in und nach meiner Ausbildung an Abtreibungen teilgenommen oder sie sogar selbst vorgenommen. Irgendwann ging das dann nicht mehr, dann habe ich eine Therapie nach der anderen ausprobiert, mich über 1 Jahr lang in der 3. Welt engagiert, um meinem inneren Druck zu entfliehen. Nichts half.

Danke, dass Sie mir nun endlich doch geholfen haben. Und danke, dass ich mich jederzeit wieder bei Ihnen melden darf.

R. B. aus W.

lange habe ich verdrängt, dass bestimmte Daten im Laufe eines Jahres mich in Depressionen stürzen, die ich jahrzehntelang mit Medikamenten bekämpft habe.

Erst als mein Chef mich auf die Regelmäßigigkeit meiner Krankschreibungen aufmerksam machte, ging mir ein Licht auf. Meine Ärztin hat mich zu Ihnen vermittelt.

Ich will mich heute bei Ihnen herzlich bedanken, nachdem ich die erste Sitzung bei Ihnen erhielt

und ich hoffe und wünsche mir so sehr, dass Sie mir weiterhelfen können.

T. C. aus B.

So viele Therapien habe ich wegen meiner Abtreibungen schon begonnen und dann wieder abgebrochen, weil ich es nicht aushielt, darüber zu berichten.

Erst Sie haben mir die ‘richtigen’ Fragen gestellt, so dass ich endlich reden konnte.

Wie soll ich Ihnen danken für Ihre Hilfe?

Wenn Sie je meine (Architektin) Hilfe brauchen, dann melden Sie sich.

J. K. aus W.

So viele Jahre habe ich das alles vor mir hergeschoben, bin mittlerweile arbeitslos geworden und leben von Harz IV, so tief zu sinken, hätte ich nie gedacht.

Hätte ich damals schon von Ihnen gehört, wäre ich gleich zu Ihnen gekommen, hätte ich Sie doch nur gekannt. Danke, Danke, Danke!

M. S.

Ich dachte: nach der Abtreibung ist es so, als wäre ich gar nicht schwanger gewesen und alles ist vorbei und vergessen. Zu spät bin ich aufgewacht und nach jahrelangen Ärztebesuchen, Klinikaufenthalten haben Sie mir gezeigt, was ich tun muss. Ich sage Danke. Danke vielmals.

A.W. aus B.

Nun bin ich mit meinem Mann endlich umgezogen und nachdem ich auch innerlich angekommen bin, möchte ich Ihnen schreiben, weil ich ohne Sie nicht fähig gewesen wäre, meinen Mann zu lieben, mit ihm nochmal eine Zukunft anzupacken.

Meinen ‘Platz’ habe ich mir eingerichtet, wie wir es besprochen haben – und ich spüre, wie der Horror keine Macht mehr über mich bekommt.

G. A.

Alpträume, Selbstmordgedanken, den Wunsch von der Brücke auf die Bahngleise zu springen, das alles war für mich jahrelanger Alltag. Morgens bin ich aufgestanden und hatte den ganzen Tag damit zu tun, mit diesen Gedanken fertig zu werden. Gleichzeitig habe ich immer nach außen gezeigt, wie cool ich doch bin.

Seit vielen Monaten bin ich schon symptomfrei, habe ich daran gehalten, was wir zusammen erarbeitet haben und hoffe ganz arg darauf, dass für mich nochmal ein neues Leben beginnt. Dank Ihrer Hilfestellungen

J. W. aus Z.

der nächtliche Horror hat endlich sein Ende gefunden. Aber das ging nur, weil ich mich traute, mich bei Ihnen zu melden. Ein Freund gab mir Ihre Adresse und wäre ich nicht so feige gewesen, hätte ich schon viel früher wieder in Freiheit leben können.

Gerne stelle ich Ihnen das ‘Zeugnis’ aus, dass Sie mir geholfen haben oder besser gesagt: aus mir einen neuen Menschen gemacht haben. Herzliche Grüße